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Wilmsen, Friedrich Philipp:

Miranda: Eine auserlesene Sammlung bewundernswürdiger und seltener Ereignisse und Erscheinungen der Kunst der Natur und des Menschenlebens. Für die Jugend

Sehr seltene Erstausgabe, gedruckt 1825 bei Amelang in Berlin (1827 erschien eine weitere Ausgabe in Wien bei Bauer). Sammlung von Abenteuer- Reise- und Entdeckungserzählungen, in denen allerhand Naturkatastrophen (bspw. Erdbeben und Vulkanausbrüche in der Antike, Sturmfluten an der Küste vor Sankt Petersburg, Lawinen) vorkommen nebst Reiseerzählungen (etwa nach Südindien, verfasst von Leopold Schefer) und weiteren Erzählungen zeitgenössischer Autoren, darunter zwei aus „Richters Reisen“ (vermutlich aus: Richter, Theodor Friedrich Maximilian: T. F. M. Richters Reisen zu Wasser und zu Lande, in den Jahren 1805 – 1817), einer historischen Erzählung von Friedrich Buchholz über den venezianischen Dogen Enrico Dandolo, Erzählungen, die Naturwunder und Abenteuer mit Ureinwohnern und maurischen Sklavenhändlern thematisieren, sowie -neben vielen weiteren Erzählungen – die wohl erste Indianergeschichte der deutschen Jugendliteratur und nicht zuletzt eine Erzählung vom zeitgenössisch in vielen griechischen Balladen gerühmten Helden Markos Botsaris, der mit nur 240 Kriegern der griechischen Unabhängigkeitsbewegung die aus 4000 Soldaten bestehende Vorhut des osmanischen Heeres besiegte und in der Schlacht fiel.// Stabiler, späterer brauner Pappband unter Verwendung der originalen Deckel- und Rückenbezüge. Mit einem altkolorierten Frontispiz, einer ebenso kolorierten Titelvignette und 10 weiteren altkolorierten Kupferstichen von Ludwig Meyer nach Zeichnungen von L. Wolf, welche u.a Schiffbrüche, den Sklaven Androklus mit dem Löwen und maurische Sklavenhändler zeigen // „Sehr richtig hatte Wilmsen erkannt, daß zu den beliebtesten Stoffen für die heranwachsende Jugend die Abenteuergeschichte gehört. Ähnlich wie Campe erfand er diese Erzählungen nicht selbst, sondern suchte sie in den Zeitungsberichten und in der abenteuerlichen Literatur für Erwachsene zusammen. In einer derartigen Zusammenstellung – sie trägt den Titel Miranda .. finden wir eine Indianergeschichte, wahrscheinlich die erste ihres Stammes für die deutsche Jugendliteratur.“ (Dyhrenfurth) // Nur ganz vereinzelt und zumeist nur im Randbereich leicht braunfleckig. Ganz überwiegend bemerkenswert sauber und gut erhalten. Ein paar Seiten leicht angerändert. Vorsätze und Titel etwas fingerfleckig. Ein sehr schönes Exemplar. Literatur: Wegehaupt I, 2296; Dyhrenfurth-Graebsch, Irene: Geschichte des deutschen Jugendbuches, 1951, S.72

Bibliographische Angaben:

  • Gewicht: 700 g
  • Seitenzahl: VI, 513 S.
  • Einband: 12°,(ca. 13,3 x 14,5 cm)
  • Verlag / Ort: Berlin: C.F. Amelang
  • Jahr: 1825
  • Auflage: Keine Angabe

Artikelnummer: 19190

780,00 

Verfügbarkeit: Vorrätig

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